Trommelfellschnitt (Parazentese) und Paukenröhrchen
Diese Operation wird häufig in Kombination mit der „Polypen“-Operation (Adenotomie) bei Kindern durchgeführt und ist nötig bei lange bestehenden, bzw. häufig auftretenden Mittelohrergüssen.
Es wird - bei Kindern in Vollnarkose, bei Erwachsenen in Lokalanästhesie - unter einem Operationsmikroskop ein kleiner Schnitt ins Trommelfell gemacht und das Sekret aus dem Mittelohr abgesaugt. In manchen Fällen muss zusätzlich ein Metall- oder Silikonöhrchen in den Schnitt eingelegt werden, um das Mittelohr von außen zu belüften.
In den ersten Stunden nach der Operation kann eine leichte Blutung aus dem Gehörgang auftreten. Schmerzen treten äußerst selten auf.
Bei eingelegtem Röhrchen wird der Sitz des Röhrchens vom HNO-Arzt regelmäßig kontrolliert.
Das Röhrchen wird in den allermeisten Fällen vom Trommelfell abgestoßen und fällt selbst heraus. Es kann dann vom HNO-Arzt entfernt werden. Manchmal fällt es ganz aus dem Ohr hinaus, ohne bemerkt zu werden. In ganz seltenen Fällen muss es durch eine kleine Operation wieder entfernt werden. Der Schnitt im Trommelfell verheilt in den allermeisten Fällen von selbst innerhalb weniger Wochen.
