Nasenscheidewand-Operation
Die Nasenscheidewandkorrektur (Septumoperation) wird bei einer Nasenscheidewandverkrümmung (Septumdeviation) durchgeführt, d.h. einer angeborenen oder erworbenen Verformung der Nasenscheidewand im knorpeligen und/oder knöchernen Bereich. Diese zieht häufig eine störende Nasenatmungsbehinderung oder wiederholt auftretende Nasennebenhöhlenentzündung nach sich.
Die Operation erfolgt in der Regel in Vollnarkose, selten in örtlicher Betäubung. Die Verformungen werden hierbei beseitigt. Es wird über einen Schnitt im Naseneingang die Nasenschleimhaut von den knorpelig-knöchernen Strukturen abgelöst („getunnelt“). Überschüssige Knorpel- und Knochenanteile werden großteils entfernt und nach Begradigung erneut zwischen die Schleimhautblätter eingesetzt(reimplantiert).
Ein fehlender oder zu schwacher Septumknorpel muss rekonstruiert oder ersetzt werden (mittels Gewebe vom Ohrknorpel oder Rippenknorpel).
Bei zusätzlich zu großen unteren Nasenmuscheln gibt es mehrere Möglichkeiten, diese im Rahmen einer Operation zu verkleinern. Mit elektrischem Strom kann die Nasenmuschelschleimhaut eingeschrumpft werden (Elektrokoagulation). Ebenso kann dazu Laserlicht verwendet werden. Es kann ein Schleimhautstreifen oder ein Knochenstück herausgenommen werden, um eine Verkleinerung zu bewirken (Muschelkappung, Muschelresektion). Ebenfalls möglich ist eine Seitwärtsverlagerung der Muschel nach Ablösen des Knochengerüsts.
Am Ende der Operation erhält der Patient eine Fingerlings-Tamponade (Schaumstoff), welche an einem Haltefaden gesichert ist und nach 24-48 Stunden entfernt wird. Hat der Patient eine Stütze für die Nasenscheidewand erhalten (Splints), werden diese ambulant meist nach einer Woche entfernt. Der Aufenthalt im Krankenhaus beträgt bei uns in der Regel 2 Tage.
Die auf einen stationären Aufenthalt folgende Nachbehandlung wird in der Praxis durchgeführt.
Insgesamt sind Komplikationen wie z.B. Blutungen, Entzündungen oder Hämatome bei diesem Eingriff selten.
