HNO-Praxis
Dr. med. Stefan Hargus
Facharzt für Hals-Nasen-Ohrenheilkunde

Ärztehaus am Binnenwasser
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23730 Neustadt

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Docosahexaensäure kann Denkleistung unterstützen

Studien belegen, dass die Aufnahme von Fischöl mit Omega-3-Fettsäuren die frühe Gehirnentwicklung unterstützt und das Risiko von Störungen des Gehirns im späteren Lebensalter senkt.
Wissenschaftler überprüften in einer Studie, ob ein Zusammenhang zwischen den Blutgehalten an Omega-3-Fettsäuren und der Denkleistung bei Erwachsenen im mittleren Lebensalter besteht.
An der Studie nahmen 280 Personen in Alter zwischen 35 und 54 Jahren teil, bei denen keine schweren neuropsychiatrischen Störungen vorlagen und die keine Fischölergänzungen einnahmen.
Untersucht wurden die Gehalte an Alpha-Linolensäure (ALA), Eicosapentaensäure (EPA) und Docosahexaensäure (DHA), deren Gehalte im Blut gemessen und mit wichtigen Bereichen der Denkfähigkeit verglichen wurden.

Ergebnisse

Hohe Werte an Docosahexaensäure standen im Zusammenhang mit besseren Testergebnissen zum nonverbalen logischen Denken, zur geistigen Flexibilität, zum Arbeitsgedächtnis und zum Vokabular.
Die Gehalte an Alpha-Linolensäure und Eicosapentaensäure standen nicht im Zusammenhang mit der Denkleistung.

Zusammenfassung

Diese Ergebnisse belegen die Bedeutung der Docosahexaensäure (DHA) für die Funktion und Leistungsfähigkeit des Gehirns. Die wichtige Funktion beschränkt sich hier nicht nur auf die Entwicklung des Gehirns, sondern auch auf die Erhaltung der Hirnleistung im mittleren Lebensalter.

Hinweis zum Referenzwert einer empfohlenen täglichen Zufuhr (Efsa 2009)

Der wissenschaftliche Ausschuss der Efsa (European Food Safety Authority) empfiehlt seit 2009 eine Zufuhr von 250 mg langkettiger Omega-3-Fettsäuren täglich (Summe aus EPA und DHA) im Sinne der Gesunderhaltung von Herz und Gefäßsystem. 250 mg langkettige Omega-3-Fettsäuren entsprechen einer Menge, die durch zweimaligen Verzehr von fettem Seefisch pro Woche aufgenommen wird. 
Für Deutschland wird eine durchschnittliche tägliche Zufuhr von 290-340 mg für erwachsene Männer und 210-220 mg für erwachsene Frauen angenommen (Linseisen et al., 2003). Gemäß der nationalen Verzehrsstudie II (2008) variiert der individuelle Verzehr von Fisch extrem.