Der Sommer steht bevor. Jeder weiß, dass spätestens jetzt ein richtiger Sonnenschutz wichtig ist, um die sonnenempfindliche Haut vor UV-Strahlen zu schützen.
Nach wie vor weisen Wissenschaftler darauf hin, dass einige UV-Filter einen nachteiligen Einfluss auf den menschlichen Hormonhaushalt haben können. Durch die Haut gelangen hormonbeeinflussende Verbindungen in den menschlichen Körper und können dort die Steuerungsfunktion der körpereigenen Hormone beeinträchtigen. Beispielsweise lagern sie sich an körpereigene Rezeptoren der weiblichen Geschlechtshormone an und könnten deshalb eine östrogenähnliche Wirkung hervorbringen. Außerdem können Sonnenschutzmittel vereinzelt lichtschützende Substanzen enthalten, welche die Herstellung von Schilddrüsenhormonen beeinträchtigen können.
Da die Sonnenschutzmittel von den sonnenhungrigen Verbrauchern in großen Mengen genutzt werden, dringen sie in hohem Maße über die Haut in das Körperinnere ein. Diesen Weg finden sie interessanterweise auch über das Badewasser oder über den Verzehr von Fischen, bei denen zunehmend höhere Konzentrationen an UV-schützenden Substanzen festgestellt werden konnten.
Amerikanische Wissenschaftler kamen zu dem Ergebnis, dass 97 % der US-Amerikaner einen überhöhten Körpergehalt der Chemikalie Oxybenzon aufweist. Dieser Inhaltsstoff ist vor allem in Sonnenschutzmitteln und weiteren Kosmetika enthalten und steht in Verdacht, für die mangelhafte Entwicklung von Babys verantwortlich zu sein. Auch wird sie als wichtiger Verantwortlicher zahlreicher chronischer Krankheiten diskutiert.
Nach wie vor zeigen derartige Untersuchungsergebnisse, dass die Herstellung von Sonnenschutzmitteln in enger Zusammenarbeit zwischen Forschung und Industrie erfolgen muss, um die Gesundheit der Verbraucher nicht zu gefährden. Sämtliche Sonnencremes hierzulande müssen zudem den gesetzlichen Anforderungen des Staates entsprechen und werden regelmäßig durch zuständige Überwachungsbehörden überprüft.
