Die Blutkonzentrationen an Vitamin D stehen im Zusammenhang mit wichtigen Risikofaktoren für Herz-Kreislauf-Erkrankungen, jedoch ist dieser Zusammenhang in der allgemeinen Bevölkerung noch nicht untersucht worden.
Wissenschaftler analysierten Daten einer breit angelegten Studie und bewerteten den Zusammenhang zwischen den Blutwerten an Vitamin D und dem Vorkommen von Herz-Kreislauf-Erkrankungen bei 16.603 Männern und Frauen ab dem 18. Lebensjahr. Das Vorliegen einer Herz-Kreislauf-Erkrankung wurde definiert über selbst berichtete Angina pectoris, Myokardinfarkt (Herzinfarkt) oder Apoplex (Schlaganfall).
Ergebnisse
Von 16.603 Teilnehmern berichteten 1.308 (8 %) von einer Herz-Kreislauf-Erkrankung.
Bei den Patienten mit Herz-Kreislauf-Erkrankung lag häufiger ein Mangel an Vitamin D vor als bei Personen ohne Erkrankung.
Unter Berücksichtigung verschiedener weiterer Risikofaktoren für eine Herz-Kreislauf-Erkrankung wie Alter, Geschlecht, Jahreszeit, körperliche Betätigung, BMI, Rauchen, Bluthochdruck, Diabetes mellitus, Cholesterin, Hypertriglyzeridämie, chronische Nierenkrankheit und zusätzliche Vitamin-D-Einnahme, ergab sich ein höheres Risiko für Teilnehmer mit Mangel an Vitamin D.
Zusammenfassung
Die Studienergebnisse legen nahe, dass ein Mangel an Vitamin D ein unabhängiger Risikofaktor für eine Herz-Kreislauf-Erkrankung ist.
Hinweis zum Versorgungszustand (Nationale Verzehrsstudie II)
In der Altersgruppe vom 19.-64. LJ. erreichen nur 4-25 % der Frauen und Männer die Zufuhr-Empfehlung, weshalb den am schlechtesten Versorgten circa 4,4 µg Vitamin D fehlen. Bei über 65-Jährigen sind nur 3-6 % ausreichend versorgt, weshalb den am schlechtesten Versorgten circa 9 µg Vitamin D fehlen.
(DGE-Empfehlungen: 5 µg/Tag 19.-64. LJ; 10 µg/Tag > 64. LJ.)
Fazit!
Die Ergebnisse der obigen Studie und der tatsächliche Versorgungszustand der Deutschen machen eine Supplementierung mit Vitamin D mittels eines Nahrungsergänzungsmittels dringend erforderlich.
